Diese attische Hydria, ein Gefäßtyp, der primär zur Wasseraufbewahrung und -transport genutzt wurde, stammt aus dem 5. Jahrhundert v. u. Z. und spiegelt die Raffinesse und Symbolik der klassischen griechischen Keramik wider. Mit ihren drei Henkeln – zwei seitlichen für das Tragen und einem rückseitigen zum Ausgießen – zeugt sie nicht nur von funktionaler Eleganz, sondern auch von einem tiefen Verständnis für ästhetische und praktische Gestaltung.
Die Vorderseite zeigt eine lebendige Szene, eine Tänzerin mit Tamburin, die mit kultischen oder festlichen Ritualen assoziiert werden könnte. Die Darstellung besticht durch die dynamische Haltung und die detaillierte Faltenzeichnung des Gewandes, die die Bewegungen der Figur eindrucksvoll nachzeichnen. Solche Szenen stehen in engem Zusammenhang mit der Feier des Lebens und religiöser Praktiken im klassischen Griechenland.
Die Rückseite des Gefäßes ist dekoriert mit einem stilisierten Palmettenmotiv, das für die attische Keramik charakteristisch ist. Die Kombination aus figürlicher Darstellung und Ornamentik verleiht der Hydria eine harmonische Dualität, die sowohl narrative als auch dekorative Elemente vereint.
Die leuchtenden Farben der rotfigurigen Technik, die durch das Brennverfahren erreicht wurden, heben sich wirkungsvoll von der dunklen Keramikgrundierung ab. Dies zeigt die handwerkliche Perfektion und künstlerische Kreativität der attischen Töpfer:innen und Maler:innen.
Diese Hydria stellt ein Zeugnis der Blütezeit attischer Keramik dar und bietet Einblicke in die kulturellen und rituellen Praktiken des klassischen Griechenlands.