Diese zylindrische Vase aus der späten Qing-Dynastie (1644–1912) zeichnet sich durch eine filigrane Landschaftsmalerei in kupferfarbener Aufglasur und eine kalligrafische Inschrift in Semikursivschrift aus. Die dargestellte Szene mit Pavillons, Hügeln, Bäumen und einem Flusslauf spiegelt zentrale Themen der chinesischen Landschaftsmalerei wider, in denen die Harmonie zwischen Mensch und Natur eine bedeutende Rolle spielt.
Am oberen Rand sind Reste einer Goldbemalung sichtbar, die auf den repräsentativen Charakter des Objekts hinweisen. Die glatte, cremefarbene Glasur unterstreicht die Feinheit der Porzellanbearbeitung während der späten Qing-Zeit und verweist auf die technische Raffinesse, die für die keramische Produktion dieser Epoche typisch war. Die Vase verbindet künstlerische Qualität mit einem tief verwurzelten kulturellen und philosophischen Hintergrund, der für die chinesische Kunsttradition prägend ist.