Dieser Skyphos, ein Trinkgefäß mit seitlichen Henkeln, stammt aus dem 4. bis 5. Jahrhundert v. u. Z. und spiegelt die charakteristische Gestaltung und Handwerkskunst apulischer Keramik wider. Gefertigt aus fein bearbeiteter Keramik, zeichnet sich das Gefäß durch seine schwarzglasierte Oberfläche aus, die mit weißer und goldfarbener Dekoration in sorgfältiger Technik verziert wurde.
Die umlaufende Bordüre zeigt eine rhythmische Abfolge stilisierter Palmetten und floraler Motive. Solche Ornamentik ist typisch für die apulische Keramik dieser Epoche, die durch den intensiven Austausch mit anderen griechisch geprägten Regionen beeinflusst wurde.
Der Skyphos diente sowohl als alltägliches Trinkgefäß als auch in rituellen Kontexten, was durch die sorgfältige und kunstvolle Ausführung nahegelegt wird. Die Kombination aus schlichter Form und reicher Verzierung spiegelt die Bedeutung von Keramik in der antiken Tischkultur wider, die neben ihrer Funktionalität stets auch ästhetischen Ansprüchen gerecht wurde.