Diese Oinochoe, ein Gefäß zur Aufbewahrung und zum Ausgießen von Flüssigkeiten, stammt aus der klassischen Periode der attischen Keramik des 5. Jahrhunderts v.u. Z. Gefertigt aus feiner Keramik, zeigt sie die charakteristische rotfigurige Maltechnik, die in dieser Zeit vorherrschend war. Die Darstellung auf der Bauchfläche zeigt eine dynamische Szene mit einem Satyr, einer Figur der griechischen Mythologie, die oft mit Dionysos, dem Gott des Weines und der Ekstase, in Verbindung gebracht wird.
Das Motiv spiegelt die meisterhafte Beherrschung der Bewegung und Anatomie durch die attischen Künstler:innen wider. Besonders auffällig sind die detailreichen Proportionen und die naturalistische Wiedergabe der Muskulatur, die in Kombination mit den eleganten Drapierungen die Kunstfertigkeit der Keramikmalerei jener Epoche unterstreichen.
Das Gefäß hebt sich durch seine ausgewogene Form mit einer elegant geschwungenen Mündung hervor. Es diente vermutlich als Teil eines Bankett- oder Kultservices, was durch die Verbindung zur Dionysos-Ikonografie nahegelegt wird. Solche Objektezeugen von der kulturellen Bedeutung von Wein und Festlichkeit im klassischen Griechenland.