Diese attische Lekythos aus dem 4. Jahrhundert v. u. Z. gehört zu den charakteristischen Gefäßen der griechischen Keramik. Ursprünglich diente sie der Aufbewahrung von Ölen, die häufig in religiösen oder funerären Kontexten verwendet wurden. Ihre elegante Form mit dem schlanken Hals, der weiten Mündung und dem bauchigen Korpus unterstreicht die Funktionalität und den ästhetischen Anspruch griechischer Töpferkunst.
Die Oberfläche der Lekythos ist in schwarz glänzender Engobe ausgeführt und mit feinen Ritzornamenten verziert. Diese Darstellung von floralen Motiven, wie stilisierten Palmetten oder Sternformen, ist typisch für die attische Keramik und unterstreicht die klare und harmonische Gestaltung des Gefäßes.
Bauchlekythen wurden häufig als Toilettengefäße für Frauen oder als Ölgefäße in der Palästra der Männer genutzt. Die meisten Lekythen aus dem 6. und 5. Jahrhundert v. u. Z.hatten jedoch eine besondere Bedeutung als Grabbeigaben, in denen Duftöl als Spende für die Verstorbenen aufbewahrt wurde. Dieser Kontext unterstreicht die symbolische und rituelle Funktion der Lekythos in der antiken griechischen Kultur.