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Khorjin
Nordwestpersien, 19. Jh.
Wolle, gewebt, geknüpft
H 112 cm, B 65 cm
 3.500 €

Khorjin

Nordwestpersien, 19. Jh.

Wolle, gewebt, geknüpft
H 112 cm, B 65 cm
 3.500 €
verkauft

Dieser Khorjin, eine traditionelle Satteltasche aus dem 19. Jahrhundert, stammt aus Nordwestpersien und kombiniert gewebte sowie geknüpfte Elemente. Khorjins wie dieser wurden von nomadischen Gemeinschaften hergestellt, insbesondere von Stämmen wie den Bakhtiari, Bidjar und Afshar. Diese Taschen spielten eine wesentliche Rolle im Alltag der Nomad:innen, da sie für den Transport von Gütern während der Migration dienten und gleichzeitig Ausdruck künstlerischer Fertigkeiten waren.

Das untere Feld dieser Tasche zeigt ein florales Muster mit Rosen und Blättern in leuchtenden Rottönen, eingerahmt von einer Bordüre, die geometrische und pflanzliche Motive kombiniert. Der obere Bereich, der für die Klappe genutzt wurde, ist in warmen Streifenmustern gehalten und zeigt kleine eingewebte Tiermotive, die als Schutzsymbole gedeutet werden können. Diese Kombination aus funktionaler Gestaltung und symbolischer Ornamentik macht den Khorjin zu einem herausragenden Beispiel der nomadischen Textilkunst.

Die verwendete Wolle wurde sorgfältig verarbeitet und mit natürlichen Farbstoffen eingefärbt, was den Farben ihre intensive und dauerhafte Wirkung verleiht. Die präzise Knüpftechnik im floralen Bereich und die gewebten Muster im oberen Segment unterstreichen die handwerkliche Vielfalt und das kulturelle Erbe der nomadischen Gemeinschaften. Solche Objekte sind nicht nur funktionale Gebrauchsgegenstände, sondern auch kunstvolle Zeugnisse einer lebendigen Tradition, die tief in der Geschichte Persiens verwurzelt ist.

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