Diese bronzene Buddhaskulptur aus Thailand, datiert ins 19. Jahrhundert, stellt den stehenden Buddha in einer Haltung dar, die Gelassenheit und Anmut ausstrahlt. Der Buddha steht auf einem kunstvoll gestalteten Lotussockel, einem Symbol für Reinheit und spirituelles Erwachen. Die Hände befinden sich in einer Geste des Gebens (Varada-Mudra), die Großzügigkeit und Mitgefühl symbolisiert – zentrale Tugenden in der buddhistischen Lehre.
Die Figur ist durch ihre schlanke Silhouette und die klar definierte Körperhaltung geprägt, die den thailändischen Stil dieser Epoche widerspiegelt. Besonders auffallend ist die aufwendige Gestaltung des Gewands, das sich elegant um den Körper legt und feine dekorative Muster aufweist. Der Faltenwurf wird subtil modelliert und unterstreicht die Harmonie zwischen der Bewegung und Ruhe der Skulptur. Die hohe Kopfbedeckung und die fein gearbeitete Haarstruktur, typisch für die thailändische Ikonografie, verleihen der Figur zusätzliche Würde und Spiritualität.
Die Oberfläche der Bronze zeigt eine feine Patina, die im Laufe der Zeit eine natürliche Tiefe und Lebendigkeit entwickelt hat. Dieses Alterungspatina trägt zur Authentizität des Objekts bei und unterstreicht seine historische Bedeutung. Der Lotussockel, auf dem die Skulptur ruht, symbolisiert nicht nur die Reinheit Buddhas, sondern verankert die Darstellung auch fest in der buddhistischen Symbolik.
Im kulturellen und historischen Kontext steht diese Skulptur für die anhaltende Bedeutung der buddhistischen Kunst in Thailand, die sich durch die Jahrhunderte entwickelt, aber ihre spirituelle Essenz bewahrt hat. Die Verbindung von Eleganz, ikonografischer Klarheit und technischer Präzision macht dieses Werk zu einem hervorragenden Beispiel der thailändischen Bronzeplastik aus dem 19. Jahrhundert. Es zeugt von der tief verwurzelten künstlerischen Tradition, die in Thailand gepflegt wurde, um spirituelle Botschaften visuell auszudrücken.