Diese Amphore aus der Region Kaschan in Zentralpersien, datiert auf das 19. Jahrhundert, verkörpert die lange Tradition persischer Keramikherstellung. Amphoren zählen zu den antiken Vasen und wurden seit jeher als Lager- und Transportgefäße verwendet. Dieses Exemplar diente insbesondere der Konservierung und Lagerung von Milchprodukten, was sich in der bauchigen Gestalt mit engem Hals und den symmetrisch angeordneten Henkeln widerspiegelt. Die Mehrhenkelvariante kombiniert Funktionalität mit einer schlichten, archaischen Eleganz, die die ästhetische Qualität dieses Gefäßes unterstreicht.
Die grüne Glasur, die die gesamte Oberfläche überzieht, ist charakteristisch für die Glasurtechniken der Region Kaschan. Diese Glasurtradition, die sich bis in die Zeit der Elamiten und Babylonier (1.000–2.000 v. u. Z.) sowie der Arsakiden (3. Jh. v. u. Z. – 3. Jh. n. u. Z.) zurückverfolgen lässt, zeugt von der Jahrhunderte alten Entwicklung persischer Keramikkunst. Die geschwungenen Henkel, die harmonisch in die Form integriert sind, verstärken die ästhetische Wirkung und die funktionale Vielseitigkeit der Amphore.
Mit ihrer leuchtend grünen Glasur, der klaren Form und der geschichtlichen Bedeutung wird diese Amphore heute sowohl als kulturelles Artefakt als auch als skulpturales Kunstwerk geschätzt. Sie repräsentiert die Zeitlosigkeit und Modernität persischer Keramik und bietet einen faszinierenden Einblick in die Kunst und Kultur des 19. Jahrhunderts.