Diese Amphore aus der Region Kaschan in Zentralpersien, datiert auf das 18. Jahrhundert, verkörpert die lange Tradition persischer Keramikherstellung. Amphoren zählen zu den antiken Vasen und wurden seit jeher als Lager- und Transportgefäße verwendet. Dieses Exemplar diente insbesondere der Konservierung und Lagerung von Milchprodukten, was sich in der bauchigen Gestalt mit engem Hals und den symmetrisch angeordneten Henkeln widerspiegelt. Die Zweihenkelvariante kombiniert Funktionalität mit einer schlichten, archaischen Eleganz, die die ästhetische Qualität dieses Gefäßes unterstreicht.
Die Glasurfarben und Glasurtechniken der Amphore, die charakteristisch für die Region Kaschan sind, weisen eine Tradition auf, die bis in die Zeit der Elamiten und Babylonier (1.000–2.000 v. u. Z.) sowie der Arsakiden (3. Jh. v. u. Z. – 3. Jh. n. u. Z.) zurückreicht. Die archaische Formgebung und die traditionelle Fertigungsmethodik dokumentieren die Jahrhunderte alte Entwicklung persischer Keramik und verbinden praktische Funktionalität mit historischem Erbe. Typisch für Amphoren aus dieser Region sind ihre vielseitigen Variationen mit zwei bis acht Henkeln, die ihren jeweiligen Verwendungszwecken angepasst wurden.
Mit ihrer klaren, funktionalen Gestaltung und der authentischen Patina wird diese Amphore heute sowohl wegen ihrer historischen und kulturellen Bedeutung als auch ihrer skulpturalen Qualität geschätzt. Dieses Werk repräsentiert die Zeitlosigkeit und Modernität persischer Keramik und bietet einen faszinierenden Einblick in die Kunst und Kultur des 19. Jahrhunderts.