Die persische Miniaturmalerei ist eine traditionsreiche Kunstform der Buchmalerei, die über Jahrhunderte hinweg gepflegt und weiterentwickelt wurde. Bekannt für ihre kunstvollen und lebendigen Darstellungen, beleuchtet sie Szenen aus Poesie, Mythologie und dem königlichen Leben.
Ursprünglich im 13. Jahrhundert entstanden, erreichte die persische Miniaturmalerei ihren Höhepunkt unter der Safawiden-Dynastie im 16. Jahrhundert und erlebte eine erneute Blüte unter den Qajaren im 18. und 19. Jahrhundert. Diese Miniaturen dienten vor allem der Verzierung handgeschriebener Manuskripte und sind vorwiegend in Büchern zu finden, die Poesie, Geschichten und religiöse Texte enthalten.
Merkmale dieser Kunstform sind feine Pinselstriche, leuchtende Farben, detailreiche Kompositionen sowie komplexe Darstellungen von Landschaften, menschlichen Figuren und floralen Motiven. Goldakzente und symbolische Elemente unterstreichen die Bedeutung und Ausdruckskraft der Werke.
Die Miniaturen, oft von talentierten Malern in königlichen Ateliers oder in Städten wie Isfahan und Herat gefertigt, waren eng mit der persischen Hofkultur verbunden und verkörperten Macht, Schönheit und kulturelle Raffinesse. Als Zeugnisse der historischen, religiösen und sozialen Werte ihrer Zeit bieten sie wertvolle kulturelle Einblicke. Bis heute bleibt die persische Miniaturmalerei ein bedeutendes Erbe und inspiriert weiterhin sowohl traditionelle als auch moderne Kunst und Design.