Entdecken Sie unsere Sammlung japanischer Farbholzschnitte. Wir zeigen Arbeiten von Utamaro, Hokusai, Kunisada und Hiroshige. Japanische Farbholzschnitte spiegeln die japanische Kultur und Geschichte wider. Ihre Entstehung und Entwicklung wurden von sozialen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen geprägt, die Japan im Laufe der Jahrhunderte durchlebt hat.
Das Genre des Ukiyo-e entstand während der Edo-Periode (1600–1868) und bedeutet „Bilder der fließenden, vergänglichen Welt“. Es bezeichnet eine Stilrichtung, in der Malerei und Holzschnitt miteinander verbunden sind. Die einzelnen Blätter wurden in einem speziellen Druckverfahren abgerieben und koloriert, sodass selten ein Blatt dem anderen genau gleicht.
Die Edo-Periode (1603–1868) ist bekannt für Frieden, politische Stabilität und wirtschaftliches Wachstum. Während dieser Zeit erlebte Japan eine Blütezeit in Kunst und Kultur. Die verstärkte Urbanisierung und die Entstehung einer Mittelschicht schufen ein Publikum für Kunstwerke. Ukiyo-e wurden zu einem wichtigen Medium zur Darstellung des täglichen Lebens und der populären Kultur. Sie porträtierten Figuren wie Kabuki-Schauspieler:innen, Geishas und Arbeiter:innen. Alltägliche sowie historische Szenen und Landschaften wurden häufig als Illustrationen in Büchern und Zeitschriften verwendet.
Nach der Öffnung Japans im Jahr 1853 beeinflussten die Ukiyo-e-Kunst Impressionist:innen und Expressionist:innen weltweit und prägten eine Phase des Japonismus. Zu den Künstler:innen, die von dieser Kunst inspiriert wurden, zählen Vincent van Gogh, Claude Monet, Édouard Manet und Henri de Toulouse-Lautrec sowie die Mitglieder der Künstlergruppe „Blauer Reiter“.