Entdecken Sie unsere Terrakottaskulpturen der Dakakari aus dem Nordwesten Nigerias und der Bura Asinda Sikka-Kultur aus dem Obernigergebiet und Burkina Faso. Ergänzt wird die Sammlung durch Holzskulpturen des Zulu-Volkes aus Südafrika sowie der Dogon und Senufo aus Mali.
Die Dakakari, eine kleine Volksgruppe im Nordwesten Nigerias, sind für ihre markanten Grabskulpturen aus Terrakotta bekannt. Diese Werke, die in einer mütterlich überlieferten Kunstform von Frauen gefertigt werden, stellen häufig Tiere wie Elefanten und Antilopen sowie menschliche Figuren auf Pferden dar und spiegeln die landwirtschaftlich geprägte Kultur der Dakakari wider. Charakteristisch ist die Aufbauweise mit verdeckten Verbundstellen und gezielt eingesetzten dekorativen Details, wobei offene Münder als Ausdruck von Trauer gestaltet sind.
Die phallischen Terrakottaköpfe und figürlichen Gefäße der Bura Asinda Sikka-Kultur stammen aus dem Obernigergebiet und Burkina Faso. Mit der Öffnung nach unten eingegraben und oft mit Grabbeigaben versehen, sind diese Werke meist anthropomorph gestaltet und umfassen verschiedene Formen wie Köpfe, Halbfiguren und Reiterdarstellungen. Die Grabanlagen in dieser Region datieren bis ins 3. Jahrhundert und belegen eine tiefe Verwurzelung ritueller Praktiken.
Die Holzskulpturen des Zulu-Volkes aus Südafrika verbinden abstrakte Formen und präzise Linienführung. In diesen Arbeiten aus Harthölzern wie Gelbholz oder Ebenholz finden sich menschliche Figuren und symbolische Darstellungen, die Geschichten und Werte der Zulu-Kultur festhalten. Die Skulpturen wurden häufig in zeremoniellen Kontexten verwendet, um Macht, Prestige und spirituelle Verehrung auszudrücken.
Die Skulpturen der Senufo, einer Volksgruppe, die sich über die Elfenbeinküste bis nach Mali und Burkina Faso erstreckt, zeichnen sich durch Darstellungen von Vögeln wie Adler oder Bussarde aus. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Hornrabe, auch Kalao genannt, der traditionell für Weisheit und den Schutz der Jüngeren steht.
Die Dogon, eine ethnische Gruppe in Mali, sind für ihre einzigartigen Holzskulpturen bekannt, die eine wichtige Rolle in ihrer Kultur und Religion spielen. Diese Figuren – häufig Ahnenstatuen oder Darstellungen mythologischer Wesen – werden von spezialisierten Schnitzer:innen aus einem Stück Holz gefertigt und anschließend traditionell mit Kaolinton bemalt oder mit Opfergaben geweiht, um ihre symbolische Bedeutung zu unterstreichen.