Die griechische Antike, eine der prägendsten Epochen der europäischen Geschichte, erstreckte sich von etwa 800 vor unserer Zeitrechnung bis zur Eingliederung des letzten hellenistischen Reiches in das Römische Reich im Jahr 30 unserer Zeitrechnung. Diese Epoche war geprägt von bedeutenden kulturellen, politischen und wissenschaftlichen Entwicklungen, die bis heute nachwirken. Besonders die Kunstgeschichte wurde durch die Errungenschaften der griechischen Antike maßgeblich beeinflusst. Neben der Architektur umfasst die griechische Kunst auch Skulptur, Vasenmalerei und Keramik. Die Skulpturen der klassischen Periode strebten nach idealisierter menschlicher Schönheit und perfekten Proportionen. Die Vasen- und Keramikmalerei, die häufig mythologische Szenen zeigt, ist eine bedeutende Quelle für unser Verständnis der griechischen Kultur und Mythologie. Das reiche künstlerische Erbe der Antike beeinflusste zahlreiche spätere künstlerische Bewegungen.
Die römische Antike, die von der Gründung Roms im Jahr 753 vor unserer Zeitrechnung bis zum Fall des Weströmischen Reiches im Jahr 476 unserer Zeitrechnung reichte, war eine Zeit großer Fortschritte und kultureller Blüte. Ihre Errungenschaften in Architektur, Kunst, Wirtschaft und Recht legten die Grundlage für die moderne westliche Zivilisation und prägen unser Leben bis heute. Die römische Kultur war eine Kultur der Integration: Die Römer übernahmen und passten Elemente der Kulturen der von ihnen eroberten Völker an, insbesondere der Griechen und Etrusker. Diese kulturelle Verschmelzung begann bereits im 8. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, als griechische Siedler:innen an den Küsten Süditaliens Fuß fassten und ihre Kultur verbreiteten. Römische Kunst spiegelt die kulturelle Vielfalt und den Reichtum des Reiches wider. Die Römer:innen schufen beeindruckende Wandmalereien, Mosaike, Keramiken und Skulpturen, die sowohl öffentliche als auch private Räume schmückten.